Bleaching: Methoden, Risiken und Kosten der Zahnaufhellung

Das Wichtigste in Kürze
- Viele Menschen wünschen sich ein makelloses Gebiss mit weißen Zähnen und suchen nach Möglichkeiten, ihre Zähne aufzuhellen.
- Ein professionelles Bleaching beim Zahnarzt birgt die wenigsten Risiken für Ihre Zähne – egal, ob bei einer Behandlung in der Praxis oder unter ärztlicher Begleitung zu Hause.
- Bleaching-Produkte, die es im Handel zu kaufen gibt, sind zwar günstiger als die Zahnarzt-Behandlung, bringen aber häufig nicht den gewünschten Effekt.
- Bleaching ist eine rein kosmetische Maßnahme und nicht medizinisch notwendig. Daher übernehmen gesetzliche Krankenkassen keine Kosten.
Der Wunsch nach einem makellosen Lächeln
Was ist Bleaching?
Zähne bleachen beim Zahnarzt
- Beim In-Office-Bleaching wird Ihnen das Aufhellungsmittel in der Praxis von Arzt oder zahnmedizinischem Fachangestellten aufgetragen.
- Nutzt der Zahnarzt zusätzlich UV-Licht, um den Aufhellungseffekt zu verstärken, handelt es sich um ein sogenanntes Power-Bleaching.
- Beim Home-Bleaching gibt Ihnen der Zahnarzt eine speziell für Sie angefertigte Zahnschiene und ein Bleaching-Gel mit. Sie nehmen die Behandlung zu Hause selbst vor.
Externes und internes Bleaching
Ablauf einer Bleaching-Behandlung
Das passiert beim In-Office-Bleaching
- Er deckt zuerst Ihr Zahnfleisch mit einem sogenannten Kofferdam, einer Art Gummiüberzug, ab. Das Zahnfleisch darf nicht mit dem Bleichmittel in Berührung kommen.
- Anschließend trägt der Arzt ein hochkonzentriertes Aufhellungsmittel direkt auf Ihre Zähne auf. Alternativ füllt er es in eine Zahnschiene aus Kunststoff, die vorher für Sie angefertigt wurde.
- Das Aufhellungsmittel muss etwa 15 bis 45 Minuten einwirken.
- Noch schneller und effektiver ist die Behandlung, wenn der Zahnarzt spezielle LED- oder UV-Lampen einsetzt und das Gel auf den Zähnen damit bestrahlt.
- Schließlich versiegelt der Zahnarzt die Zähne mit einem Fluoridlack, um sie zu remineralisieren und den sensiblen Zahnschmelz zu schützen.
So läuft das Home-Bleaching ab
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen des Bleachings
- Die Zähne sind schmerzempfindlich, wenn Sie etwas Kaltes oder Heißes zu sich nehmen. Normalerweise verschwindet diese Reaktion nach einigen Tagen.
- Das Zahnfleisch ist gereizt – auch das vergeht meistens innerhalb kurzer Zeit wieder.
- Bei freiliegenden Zahnhälsen kann der Zahnnerv dauerhaft geschädigt werden.
- Haben Sie beim Home-Bleaching etwas Gel verschluckt, kann dies den Mund und Rachen etwas reizen. Wenden Sie sich in diesem Fall am besten an Ihren Zahnarzt.
So viel kostet ein Bleaching beim Zahnarzt
- von der Methode, die Sie wählen
- vom Aufwand (nur Frontzähne oder alle Zähne)
- vom Grad der Aufhellung, den Sie wünschen
- von den Preisen Ihrer Zahnarztpraxis
Die Bleaching-Kosten auf einen Blick
- In-Office-Bleaching: ca. 250 – 600 Euro
- Power-Bleaching (z. B. mit UV-Licht): ca. 700 Euro
- Home-Bleaching (mit Zahnschiene): ca. 200 – 400 Euro
- Internes Bleaching (Walking Bleaching): ca. 70 – 150 Euro pro Zahn
Welche Kosten übernehmen die Krankenkassen?
DIY-Bleaching: Zähne selbst aufhellen
Hausmittel, die die Zähne aufhellen sollen
Verfärbungen vorbeugen: Das können Sie tun
Damit Ihre Zähne lange in ihrem natürlichen Weiß strahlen und Sie Verfärbungen effektiv vorbeugen, können diese Tipps helfen:
1. Regelmäßige Zahnpflege: Zweimal täglich gründliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta hilft, Beläge und Bakterien, die Verfärbungen verursachen, zu reduzieren. Verwenden Sie zusätzlich Zahnseide und Mundspülungen, um schwer erreichbare Stellen zu reinigen.
2. Konsum verfärbender Lebensmittel einschränken: Lebensmittel wie Rotwein, Kaffee, schwarzer Tee, rote Beete, Beeren (z. B. Heidelbeeren, Brombeeren), Curry, Balsamico-Essig, Fruchtsäfte und Softdrinks wie Cola und Limonade enthalten Farbpartikel, die sich im Zahnschmelz ablagern. Trinken Sie, wenn möglich, durch einen Strohhalm und spülen Sie den Mund nach dem Konsum mit Wasser.
3. Rauchverzicht: Rauchen verfärbt die Zähne stark, da Inhaltsstoffe wie Teer und Nikotin tief in den Zahnschmelz eindringen und gelbliche bis bräunliche Verfärbungen verursachen. Ein Rauchstopp wirkt sich daher nicht nur positiv auf die Zahngesundheit, sondern auch auf die Zahnfarbe aus.
4. Professionelle Zahnreinigung: Zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt kann hartnäckige Verfärbungen entfernen und ist eine effektive Maßnahme, um weiteren Verfärbungen vorzubeugen. Hierbei werden Beläge und Zahnstein gründlich entfernt, was Ihre Zähne heller und glatter macht.
5. Aufhellende Zahnpasten und Produkte: Zahnpasten mit Aktivkohle oder sanften Schleifpartikeln können oberflächliche Verfärbungen bekämpfen. Achten Sie auf den Abriebwert (RDA-Wert), um den Zahnschmelz zu schonen, und wechseln Sie diese Produkte mit normalen Zahnpasten ab, um Irritationen zu vermeiden.
6. Ausreichend Wasser trinken: Wasser hilft nicht nur, Speisereste und Bakterien von den Zähnen zu spülen, sondern fördert auch die Speichelproduktion, die von Natur aus reinigende Enzyme enthält und Verfärbungen vorbeugen kann.
7. Ernährungsumstellung für gesunde Zähne: Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und wenig Zucker stärkt die Zähne. Zucker fördert die Ansiedlung von Bakterien, die zu Karies und Verfärbungen führen können.
Durch diese Maßnahmen lassen sich Zahnverfärbungen effektiv vorbeugen und die natürliche Zahnfarbe lange erhalten.
Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Bleaching“
Wo kann man seine Zähne bleichen lassen?
Kann man alle Zähne bleachen?
Kann man auch Füllungen bleachen?
Schadet Bleaching dem Zahnschmelz?

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